Messmast auf dem Taubensuhl: Wie bläst der Wind?
Wie bläst der Wind über die Höhen des Pfälzer Waldes? – Diese Frage wird mit den Überlegungen diskutiert, wie die Energiewende in der Südpfalz gestaltet werden kann und ob auch hier Windräder im Wald aufgestellt werden. Die Landauer EnergieSüdwest AG wird auf dem „Taubensuhl“ im Landauer Stadtwald (nahe Eußerthal) einen Windmessmast errichten. Dies gab das Unternehmen bekannt, nachdem die zuständigen Fachbehörden grünes Licht für die Genehmigung eines solchen Vorhabens gegeben haben. Für Bürgermeister Thomas Hirsch, der auch als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der EnergieSüdwest AG die städtischen Initiativen beim Ausbau der regenerativen Energie steuert, ist es ein „Gebot der Stunde“ die sogenannte „Windhöffigkeit“ im Pfälzer Wald fundiert zu untersuchen: „Sowohl für die politische Diskussion über Windenergieanlagen im Wald, als auch für die Planung konkreter Windenergieprojekte ist eine solche Untersuchung von zentraler Bedeutung“, so Bürgermeister Hirsch. Nach Angaben von Dr. Thomas Waßmuth, Vorstand der EnergieSüdwest AG, weisen die aktuellen Windkarten für den Taubensuhl Windgeschwindigkeiten von über 6 Metern/Sekunde aus. Dies wäre für den Betrieb von Windkraftanlagen ein „brauchbarer Wert“. Allerdings, so Dr. Waßmuth, beruhen diese Angaben auf mathematischen Rechenmodellen und nicht auf tatsächlichen Messungen. Deswegen wolle sein Unternehmen den Windmessmast errichten, der für 14 Monate fundierte Daten ermitteln soll. „Danach wird die Anlage wieder vollständig zurück gebaut“, macht Dr. Waßmuth deutlich.
„Wenn wir die Energiewende in der Region ernsthaft gestalten wollen, müssen wir alle Optionen prüfen“, bekräftigt Hirsch. Die Stadt Landau wolle regenerative Projekte zusammen mit benachbarten Kommunen entwickeln. Dazu habe man gemeinsam mit der EnergieSüdwest AG die „EnergieSüdpfalz“ ins Leben gerufen, die solche Vorhaben auch unter Beteiligung der Bürgerschaft realisieren soll.
